Kostenfrei und Spaß dabei
Rubrik: Mensch und Gesellschaft
Die Kommunikation von Jugendlichen verlagert sich seit Jahren ins WorldWideWeb. Jetzt wird auch noch getwittert was das Zeug hält. Bitte was? Über neue Partizipationsformen im Internet.
Von Nicolai Rybacki (18 Jahre, Schüler, kommt aus Berlin, Sport ist seine "Welt")
Viele Möglichkeiten, viel Verwirrung. Wie bin ich im Netz vertreten? Wie legen Jugendliche Netzprofile an? Und wie vertreten sie ihre Meinung im Netz? Seit Jahren ist die Menschheit immer mehr online, je jünger, desto mehr: 40 Millionen in Deutschland nutzen täglich das Internet und über 90 Prozent der 14- bis 19-Jährigen kommunizieren jeden Tag online. So sitzt die Jugend heute sogar am Rechner, um zu telefonieren, E-mails abzuschicken, zu chatten und zu checken. Alles klar bei Euch? Denn jetzt wird auch noch getwittert.
Donner und Getwitter!
Bitte was? Was ist Twittern? Twittern steht für die Übertragung von Informationen durch Chatblogs. Getwittert wird seit etwa drei Jahren, in letzter Zeit immer mehr. Das Tolle daran ist: es passiert live, es geschieht sofort, man macht es nebenher. Hier wird nicht lange um den heißen Brei geredet, sondern getwittert und hektisch eingetippt. Jeder der oder die will, kann sich in ein Netzwerk einklinken und mitschreiben. Information als Garantie. Twittern ist eine Mischung aus einem Blog und einem Chatprogramm, wodurch ein Stream von Informationen zu einer Tätigkeit entsteht, die online von Anwesenden in unmittelbarer Nähe protokolliert werden können. Freunde oder andere User können angetwittert werden, der Bezug zur anderen wird unmittelbar hergestellt. Bei all dem soll auch der Spaß im Vordergrund stehen.
Kostenfrei und Spaß dabei
Was ist neu daran? Anmeldungen und der dadurch erworbene Account ist schließlich im Netz generell kostenfrei. Er gibt Zugriff auf alle angemeldeten User der Community. So besteht immer die Möglichkeit, sich den neugierigen Blicken verschiedener Benutzer zu entziehen, durch eine Konfiguration der Seite. Das Gleiche gilt auch für alle anderen User. Und natürlich gibt es im Netz viele Internetcommunities und Jugendportale wie etwa StudiVZ, Facebook, Yappy oder Myspace, die helfen sollen, andere Freunde und neue Freunde zu finden und mit ihnen zu kommunizieren. Auch sie sind ideal, um zum Beispiel Informationen einer Veranstaltungen schnell an Freunde weiterzuleiten und um noch weitere Interessenten für eine Sache zu gewinnen. Kurzinformationen lassen sich zudem per sms zu jeder Zeit an jeden Ort senden. Im Gegensatz dazu ist das Twittern kostenfrei. Die Frage, wo sich am nächsten Samstag Freunde treffen, welche Demo gerade am Laufen ist und wann die nächste Party steigt, lässt sich unentgeltlich beantworten. Twittern werden bereits heute schon zu politischen Treffen öffentlich freigeschaltet, um im Hintergrund die Diskussion live zu übertragen. Das hilft Außenstehenden, an der Kommunikation teilzuhaben und gleich agieren zu können. Dabei sind Meinungen frei und unzensiert. Das klingt nicht schlecht.
Schattenseiten des Twittern
Aber auch das Twittern hat seine Schattenseiten. So werden durch das Twittern persönliche Daten gesammelt und womöglich an Dritte weitergegeben. Erschwerend kommt hinzu, dass man relativ oft online sein muss, um einen kontinuierlichen Fluss an Informationen zu gewährleisten. Wenn Leute zudem „verfolgt“ werden, verliert man leicht den Überblick, und eine große Menge an Infos kann gar nicht verarbeitet werden. Da Twittern noch eine neue Art der Kommunikation ist, bleibt die Entwicklung abzuwarten. Muss man aber überhaupt über bestehende Communities seine Persönlichkeit zeigen? Wie wäre es zum Beispiel, eine eigene Community aufzubauen? Dazu kann man auf www.mixxt.com relativ kostengünstig eine eigene Website kreieren und erstellen. Kleiner Tipp: Investiere am Anfang relativ viel Zeit und Arbeit an deiner Seite. Das steigert auch den Popularitätsfaktor der Seite und man bekommt entstehende Kosten wieder heraus. Eine Option zum Kostenpunkt ist, Werbeblöcke auf einer Seite einzubauen. Dadurch wird deine Seite finanziell unterstützt.
Einer der einfachsten Methoden, anderen Usern über das Internet Infos zu senden (gerade wenn es sich um sehr komplizierte Sachverhalte handelt), ist schließlich der Podcast, eine Form des Erklärens und des Sprechens, häufig in Kombination mit Bildern. Schwierig ist das eigentlich nicht, viele schrecken jedoch vor dem großen redaktionellen Aufwand zurück, der wesentlich mehr Zeit und Recherche erfordert als ein paar Twitterzeilen.
Die Moral von der Geschicht: Die Jugend wird in Zukunft immer mehr Möglichkeiten haben, sich im Netz vertreten zu fühlen. Fühlt sie sich aber auch repräsentiert? Und ob es bald nicht vielleicht nicht zu viele Communities geben wird? Zu viele Informationen? Zu wenig Zeit? Wir werden es wissen.




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